In meinem Traum - Nenyas World


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In meinem Traum
Von Nenya und Meiko    
I. 

In meinem Traum gehe ich an einem Strand entlang. Er erstreckt sich so weit wie ich sehen kann und noch darüber hinaus. Ich bleibe stehen und blicke mich um. In der anderen Richtung erwartet mich das gleiche Bild, nur von meinen Fußspuren durchbrochen. Vor mir erstreckt sich das Meer bis zum Horizont und hinter mir versperrt eine Wand aus Bäumen den Weg. Es gibt nur eine Richtung in die ich gehen kann und ich bin ganz allein, doch Angst verspüre ich keine.
Ich gehe weiter in die Richtung, die ich eingeschlagen habe, ohne ein Ziel und ohne Gefühl für Zeit. Mir ist es egal wohin ich laufe, es ist nur irgendwie wichtig zu laufen, obwohl es auch dafür keinen Grund gibt. Nach einiger Zeit- es können Minuten aber auch schon Stunden sein- bleibe ich einfach stehen und starre blicklos aufs Meer hinaus. Es gibt nichts besonderes zu sehen, nur die Wellen, die in einem unbestimmten Rhythmus auf den Strand zu laufen. Die Sonne scheint warm durch die dünnen Wolken und macht mich schläfrig. Ich lege mich in den schönen Sand und blicke verträumt zum Himmel auf.
Der Sand rieselt durch meine Hände und ein Lächeln schleicht sich auf mein Gesicht. Ich schließe die Augen und warte- eine Ewigkeit wie es scheint. Als ich sie wieder öffne durchströmt mich eine Welle des Glücks. Du bist hier, du bist wieder gekommen um mich zu sehen. Ein Lachen bricht sich seine Bahn und du beugst dich zu mir hinab, um mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht zu streichen. Lächelnd hilfst du mir auf und Hand in Hand wandern wir weiter. Aus einer Spur im Sand werden auf einmal zwei. Ich erfreue mich an deiner Nähe und auch ohne Worte wissen wir genau was der andere gerade fühlt. Du blickst auf mich herab und was ich in deinem Blick lese, lässt meinen Atem stocken. So hat mich vorher noch nie jemand angeblickt.
Dein Arm legt sich um mich und mein Kopf sinkt an deine Schulter. Selbst der Wind und das Rauschen des Meeres sind jetzt nur noch nebensächlich, denn das einzige was zählt sind du und ich. Eine Träne rollt über mein Gesicht ohne das ich mir dessen bewusst bin, doch du bemerkst sie und wischst sie mir zärtlich fort. Auch in deinen Augen erblicke ich nun diesen Schmerz, der mir mein Herz verkrampft. Du schließt mich in die Arme und hältst mich fest als ob du mich nicht mehr loslassen wolltest, doch wir beide wissen, dass wir bald wieder getrennt sein werden.
Meine Tränen strömen mir jetzt unkontrolliert übers Gesicht. Als du es mit deinen Händen umschließt, glitzern auch in deinen Augen die Tränen. Du beugst dich vor um mich zu küssen und in diesem Kuss liegt unser ganzes Chaos an Gefühlen. Wir klammern uns aneinander wie zwei Ertrinkende, doch in der nächsten Sekunde sind meine Arme leer und ich wache in meinem Bett auf. Mein Gesicht ist tränenfeucht und ich spüre noch immer deinen Kuss auf meinen Lippen.

Ich weiß, du bist dort draußen in der Welt und im Moment genauso allein wie ich. Ob wir uns finden oder nicht kann ich nicht sagen, doch ich weiß: Meine Träume führen immer zu dir.
  

II.
 
Ich schließe die Augen und atme tief den Duft des Meeres ein. Ich habe ihn so lange vermisst – beinahe so lange wie den Anblick deines Lächelns. Die Luft um mich herum ist schwer vom Geruch, den der Seetang zu meinen Füßen verbreitet und ich beginne mich zu fragen, ob er von den Dingen weiß, die da kommen werden. Wer kann sagen, was der Wind bringt?

Mein Blick wandert hinaus auf die endlos rollenden Wellen und folgt dem Spiel der Wolken, wie sie sich auf der bewegten Oberfläche widerspiegeln.

Mein Geist wandert ruhelos. Wirst du heute kommen? Ruhelos streife ich am Strand entlang.

Dann stockt mein Atem und mein Herz beginnt unkontrolliert zu rasen: Du! Verzeih, meine Seele, wie konnte ich nur an dir zweifeln?

Vorsichtig nähere ich mich und beobachte, wie du mit geschlossenen Augen auf dem weißen Strand liegst. Der Wind zerzaust dein Haar, doch du liegst nur da und wachst nicht auf. Ich stehe still und wage kaum zu atmen, weiß ich doch, dass schon mein nächster Schritt den Zauber zerstören kann, der dich jetzt umgibt. Doch dann kann ich den Augenblick nicht mehr hinauszögern... Ich streiche eine Haarsträhne aus deinem Gesicht und beobachte verzückt, wie du die Augen aufschlägst und mich endlich erkennst.

Wie zwei verspielte Möwen jagen wir über den Strand, lachend – und die Zeit scheint für diesen Moment still zu stehen. Ich lege den Arm um dich und dein Kopf sinkt auf meine Schulter. Ganz sachte drehe ich dein Gesicht zu mir und blicke in die unendliche Tiefe deiner Augen. Der Schmerz und die Tränen, die ich auf einmal darin lese, reißt mich zurück in die Wirklichkeit.
Ich drücke dich eng an mich und versuche, die Tränen fort zu wischen. Siehst du die Sonne noch? Ich kann den Blick nicht zum Himmel heben, doch ich spüre, dass sich eine dichte Wolkendecke über ihr goldenes Gesicht geschoben hat. Ein einziger Gedanke – von uns beiden gedacht – wird vom Tosen des Windes in die Ferne getragen und unsere Seelen berühren sich in einem langen Kuss. Als du mich danach wieder ansiehst, kannst du in meinen Augen die Antwort auf deine Fragen lesen.Wir klammern uns aneinander wie zwei Ertrinkende, doch in der nächsten Sekunde sind meine Arme leer und ich bleibe allein am Strand zurück. Alles in mir drängt danach, dich zu rufen und nach dir zu suchen. Doch so wie du die Antwort kanntest, kannte ich sie schon lange vor dir.
Es tut weh, jedes mal mit ansehen zu müssen, wie du die Wahrheit erkennst: Ich bin dein Traum. 

Die Wellen haben unsere gemeinsamen Spuren ausgelöscht. Ich drehe mich um und kehre dahin zurück, wo ich hergekommen bin. Allein.
 

Ich weiß, du kehrst zu mir zurück.
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bullet Admin
19 Nov : 13:44
Ich wünsche allen viel Spaß auf meiner Seite.
bullet roadnet
27 Sep : 23:55
Viel Spaß mit der neuen Homepage, wünscht das roadnet.de Team
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