Elanor - Nenyas World


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Elanor
>Viel Zeit ist vergangen und die Geschichte meines Lebens ist schon lange geschrieben. Meine Hand zittert leicht während ich diese Zeilen schreibe, denn das ist eine Arbeit an die ich nicht mehr gewöhnt bin und es kommt auch nicht so oft vor, das Elben von ihrem Leben erzählen. Wer weiß ob überhaupt jemand diese Zeilen außer meinem Gemahl und meiner Tochter lesen wird, doch ich habe das Bedürfnis dies aufzuschreiben, vielleicht auch um mich noch mal an die Ereignisse zu erinnern, die schon in der Dunkelheit des Vergessens zu versinken drohen.<  

 

Mittelerde, Drittes Zeitalter

An einem wunderschönen Frühlingstag wurde im Wald von Lórien ein kleines Elbenmädchen geboren. Ihre Mutter nannte sie Elanor, weil an dem Tag diese Blumen wieder aufgeblüht  waren. Das kleine Mädchen wuchs glücklich und in Frieden auf. Als Elanor älter wurde bekam sie die Schimmelstute Flying Star geschenkt, die am liebsten mit dem Wind um die Wette lief. Das Pferd war am selben Tag wie Elanor geboren. Ihre Mutter nahm sie mit in Elronds Haus nach Rivendell, wo sie Arwen kennen lernte, Elronds Tochter, die ihre Freundin wurde. Als Elanor erwachsen war, verließ ihre Mutter sie und fuhr zu ihrem Vater in das Land der Valar. Arwen und Elanor wanderten zwischen Lórien und Rivendell hin und her und waren mal bei Galadriel und mal bei Elrond zu Besuch. Die beiden wurden älter und sie waren nicht mehr so oft zusammen, denn Elanor wanderte auch oft im Wald Fangorn herum, wo sie sich mit Treebeard anfreundete.  

>Ich kann mich an meinen Vater nicht mehr erinnern, er ging vor meiner Geburt fort. Auch das Gesicht meiner Mutter ist mir nicht mehr bewusst, ich kann mich nur noch an ihre sanfte Stimme erinnern. Mir waren Elrond und Galadriel immer mehr Mutter und Vater, als meine wirklichen Eltern, weil sie mich erzogen haben und für mich da waren. Ich habe meine Eltern gesucht nachdem ich ins Land der Valar kam, doch es ist mir nie gelungen sie zu finden. Vielleicht bin ich auch deshalb immer so viel in Mittelerde gereist, um den Verlust meiner Abstammung zu überwinden.<
 

Eines Tages kamen Arwen und Elanor nach Rivendell um dort wieder einige Zeit zu verbringen, als sie Aragorn kennen lernten. Arwen und Aragorn verliebten sich ineinander. Elanor wusste, dass Elrond damit nicht einverstanden war, weil Aragorn ein Sterblicher war. Sie warnte die beiden, aber Elrond fand es heraus und Aragorn zog in die Wälder. Arwen ging wieder nach Lórien, aber Elanor blieb bei Elrond und so lernte sie Gandalf kennen. Er erschien eines Tages und sie lernte viel von ihm, auch ein paar bescheidene Zaubertricks. Manchmal begleitete Elanor Gandalf auch auf seinen Reisen und so lernte sie das Auenland und die Hobbits kennen.
 

>Ich war eifersüchtig auf das Glück der beiden, deswegen habe ich damals nicht versucht ihnen zu helfen. Das ist mir aber erst mit zunehmendem Alter bewusst geworden. Selbst Elben können Fehler machen.<
 

Als der Krieg um den Ring begann, bat Elrond sie nicht mehr so viel herumzureisen und so kam sie lange nicht mehr ins Auenland. Aber eines Tages wurde es Elanor zu langweilig nur in den Gärten von Rivendell zu wandern, so dass sie mit Flying Star einen Ausflug nach Norden machte. Sie wurde angegriffen und ein Adler rettete sie und ihr Pferd. Es war Gwaihir, der Herr der Adler. Ein paar Jahre später fand Elanor Gwaihir schwer verletzt und rettete sein Leben. So wurden sie Freunde und Gwaihir brachte ihr oft Neuigkeiten von Gandalfs Reisen.
Als Bilbo nach Rivendell kam, freundete sich Elanor auch mit ihm an und war traurig als sie von Thorins Tod hörte, nachdem Bilbo wiederkam. Ab und zu ritt sie auch ins Auenland um einen kleinen Plausch mit Bilbo zu halten und um zu sehen wie weit er mit seinem Buch war. Sie war auch dabei als Frodo geboren wurde und hielt ihn im Arm.  

>Meine Freunde waren alles für mich. Alles was ich für ein glückliches Leben brauchte. Ich erfreute mich an ihrem Glück, ihrer Freude, auch an dem Wunder so einzigartige Wesen zu kennen. Das brauchte ich wie die Luft zum Atmen. Gute Freunde sind das einzig wahre auf der Welt.<  

Elanor hatte Frodo seitdem nicht mehr gesehen, nur mit Bilbo über ihn geredet, der jetzt in Rivendell wohnte. Sie wusste auch vieles über den Einen Ring und das Frodo ihn jetzt trug. Elanor sah auch wie die Schwarzen Reiter erschienen, die neun Ringgeister, und war beunruhigt, weil Gandalf keine Nachricht mehr schickte. Sie bat Gwaihir nach dem Zauberer zu suchen und dieser fand ihn bei Saruman, der den Ring für sich beanspruchte, und brachte ihn nach Rohan, wo Gandalf Shadowfax als treues Reittier gewann und in Windeseile ins Auenland ritt.
Frodo war von dort schon aufgebrochen und traf nach einer langen Reise in Bree Streicher, sein eigentlicher Name ist Aragorn und er wurde schon vorher erwähnt. Dieser führte sie von da an weiter. Gandalf kam ins Auenland, erfuhr das Frodo nicht mehr dort war und ritt nach Bree weiter. Er kam ein paar Tage später in Bree an als Frodo und ritt sofort weiter. Nachts wurde er unter der Wetterspitze angegriffen, was Frodo auch sah und ritt weiter. Frodo erreichte mit seinen Freunden Merry, Pippin, Sam und Streicher die Wetterspitze, wo er von einem der Schwarzen Reiter schwer verletzt wurde. Sie zogen weiter und ein Elbe fand sie und begleitete sie weiter nach Rivendell. Gandalf erreichte Rivendell  vor den Hobbits und Streicher und Elanor empfing ihn freudig und kümmerte sich darum, dass er sich ausruhte und versprach ihm die Furt im Auge zu behalten, um Frodo zu empfangen. Frodo wurde von den Schwarzen Reitern an der Furt angegriffen und konnte gerade noch entkommen. Er rutschte aus dem Sattel und Elanor konnte ihn noch auffangen und bracht ihn dann im gestreckten Galopp zu Elrond nach Rivendell. Sie half Elrond und Gandalf ihn zu versorgen und fand auch den Splitter des Schwertes in seiner Schulter. Seine Freunde kamen eine Zeit später an. Elanor wechselte sich mit Gandalf, Bilbo und Sam ab an seinem Lager zu wachen. Nach ein paar schweren Tagen wachte Frodo endlich auf und wollte sich aufrichten, aber Elanor drückte ihn sanft und bestimmt in die Kissen zurück. „Ruh dich aus Frodo. Morgen wird es noch anstrengend genug für dich sein“, sagte sie lächelnd. „Aber...“, wollte Frodo entgegnen, doch nun schaltete sich eine Stimme aus dem Hintergrund ein. „Sie hat recht Frodo.“ „Gandalf“, rief Frodo erfreut. „Wie geht es dir?“ „Die Frage ist ja wohl eher wie es dir geht. Deine Wunde hätte dich beinahe getötet, aber mein kleines Elbenmädchen hat an dich geglaubt und dich gepflegt, wo Elrond und ich schon fast aufgegeben hatten.“ Bei Gandalfs letzten Worten schmunzelte Elanor und sagte: „Ich konnte ihn einfach nicht aufgeben. Ich hatte ihn als Baby schon so lieb. Aber jetzt schlaf noch ein wenig Sam holt dich heute Abend ab.“ Frodo hatte staunend zugehört, legte sich jetzt aber gehorsam hin und schlief sofort ein.  

>Ich hatte damals mehr Glück als Verstand, aber es rettete Frodo das Leben und er konnte seine Bestimmung erfüllen. Ich weiß nicht was passiert wäre, wenn er den Angriff nicht überlebt hätte. Vielleicht hätte sich ein anderer gefunden, der den Einen Ring zu seinem Ziel gebracht hätte, vielleicht wäre auch ganz Mittelerde von Sauron zerstört worden, doch das Schicksal war uns gnädig gestimmt. Ich weiß nicht, ob ich vielleicht den Mut aufgebracht hätte Frodos Weg zu gehen....<
 

Elanor und Gandalf verließen leise den Raum. „Kommst du auch zum Großen Rat Elanor?“ „Wahrscheinlich. Wer kommt denn alles?“ „Also, Elrond, Aragorn, Bilbo, Frodo, ein paar andere Elben und Boromir ein Mensch.“ „Und du natürlich. Gandalf ich gehe ein wenig in meinen Garten falls mich jemand sucht.“ „In Ordnung.“ Sie ging hinaus in den Garten und setzte sich auf die Schaukel, auf der sie auch oft mit Arwen gesessen hatte. Plötzlich hörte sie hinter sich ein Geräusch und drehte sich um. Hinter ihr stand ein gutaussehender Elb. „Hallo“, sagte Elanor ein wenig verlegen. „Hallo. Mein Name ist Legolas. Habe ich dich gestört?“ „Nein, es kommen nur nicht so viele Leute in meinen Garten. Ich bin Elanor.“ „Hast du Lust ein wenig mit mir spazieren zu gehen?“ fragte Legolas und errötete ein wenig. „Gerne“, sagte Elanor und sie gingen zusammen eine Weile durch die Gärten von Rivendell. „Gehst du auch zum Großen Rat Legolas?“ fragte Elanor ihn. „Ja, deshalb bin ich auch hergekommen. Kommst du auch mit?“ fragte Legolas ein wenig verlegen. „Ich weiß nicht. Vielleicht darf ich kommen, aber Elrond muss es erlauben. Ich habe ihn noch nicht gefragt.“ „Wir können ja zusammen hingehen“, meinte Legolas. „Nein. Ich rede lieber selber mit ihm. Ich glaube ich kenne ihn besser als du und meistens kann er mir nichts abschlagen. Also, bis nachher dann.... hoffe ich jedenfalls“, rief Elanor noch einmal, bevor sie sich umdrehte und zu Elrond lief. Legolas rief ihr noch ein ‚bis nachher’ nach, bevor er sie nicht mehr sehen konnte. Er setzte sich unter einen Baum und seufzte tief.
 

>Eine seltsame Fügung brachte uns beide zusammen und ich bin noch heute dankbar dafür. Legolas hat mir das gegeben, was mir im Leben noch fehlte. Ich bin glücklich darüber, das wir bis ans Ende unserer Zeit zusammen sein werden und das ohne Krieg und ohne plötzlich auftauchende Feinde. Wir können den Rest unseres Lebens in Frieden und im Kreis unserer Freunde verbringen, denn die Angst vor dem Bösen hat uns alle lange genug verfolgt.<  
Als Elanor bei Elrond ankam, war er in seine Bücher vertieft. „Elrond, ich wollte dich was fragen?“ lenkte sie die Aufmerksamkeit des Elben auf sich. „Ja, was ist denn meine Kleine?“ fragte er sie liebevoll, denn sie war so etwas wie seine Adoptivtochter. „Darf ich mit zum Großen Rat kommen, alt genug dafür bin ich doch jetzt“, bettelte sie wie ein kleines Mädchen, dem man nichts abschlagen konnte. „Na gut, aber du hältst dich zurück. Ich weiß doch wie du bist, wenn dir irgendetwas nicht passt.“ „Danke, Elrond“, sagte sie glücklich, umarmte ihn und lief in den Garten zurück, wo sie Legolas noch an der selben Stelle traf, an der sie ihn auch verlassen hatte. „Ich darf mitkommen“, rief sie ihm schon von weitem zu. Er sprang freudig auf und wirbelte sie herum. Als er es bemerkte, setzte er sie verlegen ab. „Also, Gute Nacht, wenn wir uns nicht mehr sehen und bis morgen“, sagte Elanor zu ihm. Legolas nickte und winkte ihr noch hinterher bis sie verschwunden war.
Am Abend wurde noch ein Fest zu Ehren von Frodo abgehalten. Elanor besuchte es nicht, sie musste über vieles nachdenken. Sie fühlte sich völlig verrückt, wenn sie an Legolas dachte. Sie saß bis tief in die Nacht in ihren Garten, als plötzlich ein Schatten hinter ihr auftauchte. Es war Aragorn, der sie in der Nacht gesucht hatte. „Weißt du wo Arwen ist?“ fragte er Elanor. „Ich weiß es nicht“, sagte sie etwas zögernd. „Wo ist sie?“ fragte er schon etwas lauter. „Ich weiß es wirklich nicht“, antwortete sie noch einmal. Aragorn packte sie am Handgelenk und schüttelte sie heftig. „Du weißt doch wo sie ist!“ „Nein, ich weiß es nicht. Jedenfalls ist sie nicht hier und jetzt lass mich endlich los.“ „Entschuldige“, murmelte er nur noch beschämt und verschwand dann. Erstaunt rieb Elanor sich ihr schmerzendes Handgelenk. Sie wusste nicht so genau was Aragorn nun von ihr wollte. Nach diesem Zwischenfall ging Elanor müde zu Bett.  

>Liebeskummer lässt einen seltsame Dinge tun, wie ich festgestellt habe und ich trage Aragorn sein Verhalten schon lange nicht mehr nach. Ich selbst habe Dinge aus Kummer getan, die alles andere als normal waren, doch ich bedaure nichts davon.<
 

Früh am nächsten Morgen erwachte sie wieder, weil sie von Gandalf geweckt wurde. Nachdem sie mit Gandalf und Frodo gefrühstückt hatte, begaben sie sich zum Großen Rat. Sam wollte unbedingt mit seinem Meister mit, durfte aber nicht. Elanor setzte sich zwischen Elrond und Legolas und hörte aufmerksam zu. Sie mischte sich aber nicht ein, wie Elrond es ihr indirekt befohlen hatte. Es wurde beschlossen, das Frodo, der Ringträger, Gandalf, Aragorn, Boromir, Legolas, Sam, Pippin und Merry den Ring nach Mordor bringen sollten, um ihn zu zerstören. Elanor war traurig, weil Legolas schon so bald gehen musste. Sie mochte ihn sehr gern. Nach dem Rat gingen sie zusammen in Elanors Garten und machten dort ein Picknick. Sie kamen sich in den zwei Monaten, die Legolas noch in Rivendell verbrachte, immer näher. Sie merkten es nicht, aber plötzlich waren sie ineinander verliebt. Die Beiden verbrachten die meiste Zeit miteinander und als der Tag des Abschieds gekommen war, wollten sie sich nicht voneinander trennen. „Ich verspreche dir wiederzukommen. Hier nimm diesen Ring von mir. Er soll ein Beweis meiner Liebe sein“, flüsterte Legolas ihr zu. Sie umarmten sich noch einmal und Legolas gab Elanor noch einen Abschiedskuss. Dann gingen sie auf ihre Reise und Elanor blieb bei Elrond zurück.  

>Diesen Ring trage ich heute noch und er hat mir über die schwierigen Zeiten unserer Trennung hinweggeholfen. Er ist zu einer Art Symbol für unsere Liebe geworden, die über alle Zeiten hinausreichen wird und uns auch noch in der Zeit unseres Scheidens aus der Welt miteinander verbinden wird.<
 

In den nächsten Tagen lief sie mit einer Miene wie sieben Tage Regenwetter herum. Elrond ahnte den Grund ihrer Trauer. Ein paar Tage später sagte er zu ihr: „Ich glaube du brauchst mal wieder einen Tapetenwechsel. Was hältst du davon nach Lórien zu Galadriel zu gehen, dass wird dich ablenken.“ Elanor stimmte zu und noch am selben Tag brach sie mit Flying Star, Shadowfax, den Gandalf in Elanors Obhut gegeben hatte, und eine paar Elben als Leibwächter nach Lórien auf. Shadowfax blieb nur bei ihnen, weil Flying Star da war, sonst wäre er sofort seiner Wege gegangen. Als sie in Lórien angekommen waren verschwand Shadowfax für eine Weile. Galadriel freute sich Elanor wiederzusehen und sie spazierten durch die Wälder. Es ging Elanor bald besser und sie war wieder fröhlicher. Währendessen mussten Frodo und die anderen einen gefährlichen Weg gehen. Legolas dacht oft an Elanor und wünschte sich zu ihr hin, aber das ging leider nicht. Nach ein paar Tagen musste Elanor wieder an Legolas denken und wurde deprimiert. Sie entschied sich dazu Galadriel alles über Legolas zu erzählen. Galadriel konnte sie gut verstehen, auch sie hatte sich so in ihren Mann verliebt. Jetzt da sie jemandem ihr Herz ausschütten konnte, war sie richtig glücklich. Shadowfax und Flying Star waren jetzt ein Paar. Elanor wohnte im Dorf auf dem selben Baum wie Galadriel und hatte ihr Zimmer direkt unter dem Thronsaal. Arwens war auch in der Nähe. Sie war sogar da und so konnten Elanor und Arwen zusammen durch Lórien gehen und Geschichten austauschen. Ihr Lieblingsplatz war eine kleine Lichtung, die kaum jemand, außer dem Wild, kannte. Die Beiden trafen sich jeden Tag dort und Elanor erzählte Arwen von Aragorn und ihrer Begegnung mit ihm. Ein sehnsüchtiger Ausdruck trat in Arwens Augen. Sie hatte Aragorn schon so lange nicht mehr gesehen und vermisste ihn furchtbar, aber sie durfte ihn nicht sehen.  

>Es war eine bittersüße Zeit, die ich in Lórien verbrachte. Ich war zufrieden und doch furchtbar einsam, ich wusste selbst nicht mehr was ich fühlte. Niemand hatte mich auf so eine Situation vorbereitet und so musste ich auch in dieser Hinsicht meine eigenen Erfahrungen machen. Ich bereue keine Entscheidung, die ich je in meinem Leben getroffen habe, doch niemand weiß wie das eigene Leben verlaufen wäre, wenn man die rechte anstatt die linke Abzweigung genommen hätte...<
 

Zwei Wochen blieben sie zusammen, dann musste sie wieder gehen und Elanor hing alleine ihren Gedanken nach. Sie machte lange Spaziergänge mit Flying Star, manchmal auch mit Shadowfax. Gwaihir berichtete ihr, was mit den anderen los war. Sie hörte von den vielen Gefahren, die sie auf ihrer Reise bestehen mussten und bangte jedes Mal um Legolas Leben. Dann geschah das Unglück und Gandalf stürzte mit dem Balrog in die Tiefe einer Schlucht.
Elanor bat Gwaihir nah ihm zu suchen. Nach ein paar Tagen kamen die anderen in Lórien an und wurden von ein paar Elben empfangen. Als Elanor die Nachricht von Galadriel erfuhr, wollte sie sofort zu Legolas, aber Galadriel verbot es ihr. Zum Glück tat sie es, denn die anderen wurden in dieser Nacht überfallen. Am nächsten Morgen aber kamen sie in die Stadt von Lórien und Elanor konnte Legolas endlich wieder in die Arme schließen. Die Beiden verzogen sich in Elanors Zimmer, was direkt unter dem Thronsaal lag, denn die Stadt war auf Bäumen erbaut. Die anderen erzählten Galadriel und ihrem Mann was sie erlebt hatten. Galadriel war sehr besorgt über das, was sie von Aragorn und Frodo hörte, aber das ließ sie sich nicht anmerken. Nachdem sie sie angehört hatte, brachte Galadriel die Freunde zu einem Zelt auf dem Erdboden. Dort erwartete sie etwas zu essen und sie konnten sich endlich ein wenig von der Reise erholen.  
>Ich habe schon immer Galadriels Geschick im Umgang mit Menschen bewundert und das hat sie in meinen Augen immer zu etwas besonderem gemacht. Ich besaß nie die Gabe, die Gedanken anderer Menschen zu lesen, doch manchmal konnte ich einen Blick in die Zukunft werfen, sogar ohne Galadriels Spiegel. Das hat mich und andere oft vor Gefahren bewahrt und heute begreife ich, das ich dadurch auch etwas besonderes war.<
 

Elanor und Legolas waren nicht bei den anderen, sie wollten lieber allein sein. Sie waren glücklich, dass sie endlich wieder zusammen sein konnten.
Am nächsten Morgen ließ Galadriel Elanor zu sich rufen, weil sie ihr einen Vorschlag machen wollte. Galadriel fragte Elanor, ob sie sich nicht an Legolas binden wolle. Elanor war ganz erstaunt über die Frage, denn sie hatte nicht zu hoffen gewagt, dass zu dürfen. Sie ging zu Legolas und fragte ihn. Er sagte natürlich ja. So wurde gleich am Nachmittag eine große Feier abgehalten und alle freuten sich für die beiden. Als die Nacht kam zogen die Zwei sich zurück, aber die anderen redeten noch darüber wie ihre Reise weiter gehen sollte. Auch Flying Star und Shadowfax verbanden sich in dieser Nacht. Es folgten ein paar wundervolle Tage, aber als Galadriel Frodo zu ihrem Spiegel führte, wusste Elanor, dass die Freunde bald wieder aufbrechen mussten und das ihre Zeit mit Legolas vorbei war. Es gab ein großes Abschiedsfest und Elanor winkte dem Boot, mit dem die Freunde wegfuhren, noch lange nach.  

>In diesem Augenblick dachte ich mein Herz würde zerspringen, doch ich bin froh das es das nicht tat. Ich hätte viel Schönes, aber auch Trauriges verpasst. Aber selbst ein gesprungenes Herz kann durch Liebe wieder geflickt werden.<
 

Kurz nachdem die Freunde weg waren kam Gwaihir zurück. Er landete auf der geheimen Lichtung, wo Elanor sich gerade aufhielt und brachte einen schwerverletzten Gandalf mit. Sie brachte Gandalf mit Hilfe von Gwaihir sofort in die Stadt. Ein paar Elben nahmen ihn ihr ab und sie befahl ihnen Gandalf in ihr Zimmer zu bringen. Danach lud sie Gwaihir ein sich noch ein wenig auszuruhen, bedankte sich bei ihm und spendierte ihm etwas zu essen. Während Gwaihir sein Mahl verspeiste, kletterte Elanor zu ihrem Zimmer hoch. Dort wartete schon Galadriel auf sie. Sie versorgten Gandalfs Wunden und wachten über ihn. Er war in eine tiefe Bewusstlosigkeit gefallen. Elanor saß die ganze Zeit an seiner Seite, wechselte seine Verbände und umsorgte ihn. Galadriel konnte sie nur manchmal überreden sich ein wenig auszuruhen.
Und dann, nach einer endlos langen Zeit, wachte Gandalf endlich wieder auf. Als er Elanor sah lächelte er. „Wie geht es dir Gandalf?“ fragte sie. „Schon viel besser als vorher.“ „Du musst dich noch ausruhen also schlaf noch ein wenig.“ So schlief Gandalf weiter und Galadriel schickte auch Elanor in ein Bett, wo sie sich ausruhen sollte. Sie schlief einen ganzen Tag durch und bemerkte nicht wie Gandalf das nächste Mal aufwachte. Er erkundigte sich bei Galadriel nach den Ereignissen, die nach seinem Verschwinden geschehen waren. Gandalf freute sich sehr über die Vermählung von Elanor und Legolas, aber umso mehr fand er die Angriffe der Schwarzen Reiter beunruhigend. Der Zauberer wollte gleich wieder aufbrechen, doch Galadriel verbot es ihm. Elanor half ihm wieder auf die Beine zu kommen und sich zu erholen. Eines Tages saßen Elanor und Gandalf in Galadriels Garten. Er sah Elanor an und plötzlich änderte sich etwas in seinem Blick. „Was hast du Gandalf?“ „Ich habe nichts. Nur du.“ „Wie meinst du das?“ fragte Elanor. Ein Lächeln erschien auf seinem Gesicht. „Du bekommst ein Baby und Flying Star ein Fohlen.“ „Wirklich?“ Elanor grinste: „Weißt du auch von wem sie ein Fohlen bekommt? Ich wette es ist von Shadowfax.“ „Wenn es wirklich von ihm ist und da bin ich mir ziemlich sicher, dann muss ich mal ein Wörtchen mit ihm reden“, meinte Gandalf schmunzelnd.  

>Einer der glücklichsten Momente meines Lebens, doch ich konnte ihn leider nicht mit Legolas teilen. Aber Gandalf war ein guter Ersatz für ihn und dieses Bild von meinem Freund, dem Zauberer, wird mir immer in Erinnerung bleiben. Doch das Leben hat mich gelehrt, das auf einen glücklichen Moment immer ein Schrecklicher folgt.....<
 

Als sie zur Stadt zurückgingen, kamen sie an Galadriels Spiegel vorbei und Elanor warf einen kurzen Blick hinein. Sie erstarrte mitten in der Bewegung und wurde kreidebleich im Gesicht. „Was hast du?“ Gandalf schüttelte sie leicht und Elanor kam wieder zu sich, dann brach sie in Tränen aus und Gandalf nahm sie in die Arme und wiegte sie leicht hin und her. Unter Tränen erzählte sie dem Zauberer, was sie im Spiegel gesehen hatte. Boromir war von den Feinden getötet worden, Pippin und Merry wurden gefangen, Sam und Frodo waren auf dem Weg nach Mordor und von den anderen getrennt.
Nun konnte Gandalf nicht länger in Lórien bleiben, er musste etwas unternehmen. Elanor bat ihn mitkommen zu dürfen. Sie einigten sich, das Elanor sich um Merry und Pippin kümmern sollte und Gandalf um die anderen Sachen. Gleich am nächsten Morgen brachen die beiden auf. Galadriel hatte ihnen das Nötigste mitgegeben, was sie brauchen würden. Sie ritten so schnell wie der Wind und legten nur wenige Pausen ein. Am Abend hatten sie fast die Stelle erreicht, an der Boromir getötet wurde. Elanor war erschöpft deshalb übernahm Gandalf die erste Wache, aber er ließ Elanor länger schlafen, weil er über vieles nachdenken musste. Nach einem kurzen Frühstück ritten sie sofort weiter und am späten Abend kamen sie an einem Platz an wo ein großer Kampf stattgefunden hatte. Sie zogen sich in den Schatten der Bäume zurück. Elanor konnte in der Dunkelheit gut sehen und so konnte sie erkennen, dass auf der anderen Seite drei Leute an einem Feuer saßen. Ihr Gefühl sagte ihr, dass sie die Personen auf der anderen Seite der Lichtung kannte. Elanor, die sich hier gut auskannte, denn auf der anderen Seite lag der Wald Fangorn, schlich sich an die Personen heran und erkannte in ihnen mit Freude Aragorn, Gimli und Legolas. Sie schlich zurück und erzählte Gandalf davon. Der wollte sich einen kleinen Spaß erlauben um die drei zu überraschen. So ließ Elanor die Pferde zu Shadowfax laufen und Gandalf trat kurz als alter Mann auf. Dann ritten sie weiter in den Wald und schlugen ihr Lager auf.  

>Einer der Orte von Mittelerde, den ich am meisten vermisse, ist der Fangorn. Ich habe viel Zeit dort verbracht und der Wald kam mir immer sehr lebendig vor. Hier gibt es keinen Wald, der mir dieses Gefühl vermittelt, doch es gibt keinen Weg mehr zurück und ich habe gewählt.<
 
Am frühen Morgen brach Elanor auf um in Fangorn nach Merry und Pippin zu suchen und sie hatte auch schon eine Idee, wo sie suchen musste. Elanor wollte Legolas nicht begegnen, weil sie wusste, dass sie sich schon bald wieder hätten trennen müssen. Aber sie wusste trotzdem was Gandalf von den dreien erfuhr und wusste nun von Sarumans Machenschaften. Doch jetzt ritt sie so schnell wie Flying Star laufen konnte, denn sie hatte noch einen weiten Weg zu reiten. Nachts schlug sie alleine ihr Lager auf, aber sie hatte keine Angst vor dem Wald, denn er war auch ihr zu Hause, hier konnte sie sicher sein von niemandem angegriffen zu werden.
Schon früh am nächsten Morgen wurde sie wach und kurz nach Sonnenaufgang erreichte sie ihr Ziel, Treebeards Heim. Er stand völlig regungslos unter seinem Wasserfall, aber Elanor wusste, dass er nicht schlief. „Hallo, Treebeard“, sprach sie ihn leise an. Er sah zu ihr herunter. „Hm“, machte er, „wir haben uns schon langen nicht mehr gesehen Elanor. Du hast dich verändert.“ „Ja, das habe ich, aber du, mein alter Freund, bist immer noch genau so wie beim letzten Mal als wir uns trafen. Ich habe eine Frage Treebeard. Hast du vielleicht zwei Hobbits bei dir? Merry und Pippin?“, fragte Elanor. „Ja, das habe ich wohl. Aber du hast es vorher gewusst, sonst wärst du nicht so zielstrebig hier hergeritten. Willst du mit zu unserer Versammlung kommen? Du kennst den Grund dafür ja.“ „Ja, den kenne ich. Also hat Gandalf schon mit dir geredet. Na gut, dann will ich die beiden mal wecken. Hast du ihnen schon alles erzählt?“ „Das wollte ich noch tun.“ „Gut, gut.“  

>Treebeard ist immer noch da, wo ich ihn jedes Mal angetroffen habe und er wird auch noch lange dort bleiben. Vielleicht wird er mit der Zeit immer mehr wie ein Baum und von den Menschen in Mittelerde vergessen, doch er wird immer ein Wächter seines Waldes bleiben.<
 

Elanor ritt unter dem Wasserfall durch und sprang vom Pferd. Pippin und Merry schliefen noch und so legte Elanor ihnen die Hände auf die Schultern und rüttelte sie wach. Die beiden Hobbits freuten sich sie zu sehen. Nach einem kurzen Frühstück zogen sie zum Versammlungsplatz
  von Treebeard und seinen Freunden los. Elanor erzählte den beiden auf dem Weg dorthin, was seither passiert war. Sie unterhielten sich, während Treebeard und seine Freunde ihre Versammlung abhielten, was sehr lange andauerte. Sie beschlossen den Turm von Saruman anzugreifen und zogen los. Es wurde eine große Schlacht und zum Schluss war nur noch Saruman in seinem Turm übrig. Elanor kehrte nach Lórien zurück und schärfte den Hobbits ein Legolas nichts davon zu erzählen, dass sie dort gewesen war. Sie wollte nicht mehr bei Schlachten dabei sein, aber natürlich informierte sie Gandalf über alles was passierte. Elanor konnte das Leben, was in ihr heranwuchs, mit jedem Tag deutlicher spüren. Auch Flying Stars Baby wuchs in ihr. Sie hatte eine gute Zeit, aber Galadriel musste sie oft ablenken, denn sie machte sich große Sorgen um ihre Freunde und sie sehnte sich nach Legolas. Elanor schickte Gwaihir zu Frodo als sie merkte, dass er in Schwierigkeiten war. Arwen kam um sie zu besuchen und die beiden verbrachten die meiste Zeit miteinander. Eines Tages waren sie an ihrem geheimen Platz und Elanors Wehen begannen. Sie hatten keine Zeit mehr zur Stadt zurückzukehren und so gebar sie ihre Tochter dort. Zur gleichen Zeit bekam auch Flying Star ihr Fohlen.  

>Es war schon seltsam, meine Tochter dort draußen auf der Lichtung zur Welt zu bringen und ich weiß erst jetzt, was alles hätte passieren können. Doch damals war es das Natürlichste auf der Welt für mich.<
 

Elanors Tochter bekam den Namen Elenna und Flying Stars Stutfohlen wurde Shadowstar genannt. Dann gingen die beiden zu Galadriel und die freute sich über die Babies. Galadriel hatte auch gute Nachrichten für Elanor und Arwen. Die Freunde hatten den Kampf gewonnen und Elrond hatte die Erlaubnis für Arwens Hochzeit mit Aragorn gegeben. Nachdem Elanor und Flying Star sich etwas ausgeruht hatten, brachen sie mit Elrond Galadriel und ihren Leuten zu den Freunden auf.
Es wurde eine prachtvolle Hochzeit, denn Aragorn war jetzt ein König. Legolas freute sich wahnsinnig über seine Tochter und Elanor und er waren endlich wieder zusammen. Nach der Hochzeit trennten sich die Freunde und Elanor zog mit Legolas, Gimli und ihrer Tochter durch Mittelerde und die Jahre vergingen. Sam, der Hobbit, bekam eine Tochter und nannte sie nach Elanor. Als Elenna zwei Jahre alt war, wusste sie, dass sie nicht mehr in Mittelerde bleiben würde. Sie trennte sich schweren Herzens von Legolas und ritt zu den grauen Himmeln, dem Hafen der ins Land der Elben führt. So fuhr sie am 29. September 1421 mit Gandalf, Galadriel, Elrond, Bilbo, Frodo, Elenna und anderen Elben und natürlich Shadowfax, Flying Star und Shadowstar nach Westen. 1482 folgte Sam nachdem seine Frau gestorben war. 1541 kamen als letzte Legolas und Gimli nach Westen. Arwen und Aragorn starben in Mittelerde, aber Elanor und Legolas verbringen noch viel Zeit miteinander und sind glücklich.  

>Es traf mich tief meine Freundin und Schwester Arwen in der Welt der Menschen zurückzulassen, doch auch sie hatte gewählt und sich für ihre große Liebe entschieden, ebenso wie ich. Ich bedaure nur sie nicht noch einmal gesehen zu haben bevor sie starb und ihr zu sagen, das ich sie liebte. Aber mein Herz sagt mir, das sie das die ganze Zeit über wusste.<
 

Das ist das Ende der Geschichte der Freunde, aber die Geschichte von Mittelerde geht weiter.
 

>Dies war also die Geschichte meines Lebens mit ihren Höhen und ihren Tiefen. Sie ist vielleicht nicht spannend oder interessant, aber es ist mein Leben und wichtig für mich. Vielleicht gelangt diese Geschichte auch irgendwann wieder in die Hand eines Menschen und sie werden uns Elben und unser gemeinsames Erbe nicht ganz vergessen....<
                                                         
Ende
Chatbox
bullet Admin
19 Nov : 13:44
Ich wünsche allen viel Spaß auf meiner Seite.
bullet roadnet
27 Sep : 23:55
Viel Spaß mit der neuen Homepage, wünscht das roadnet.de Team
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